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Quelle:
Frankfurter Rundschau
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Nach
der Saison heißt es Tausende Stöcke schneiden.
In
der Hochsaison ist Harry Paduchs Arbeitsplatz von betörendem Duft
geschwängert . Auch optisch ist der Gang durch die Gewächshäuser des
Familienbetriebes Rosen – Paduch dann ein Erlebnis: Rosen in fast allen
Farben , wohin das Auge reicht .
Sein
Arbeitstag beginnt in aller Herrgottsfrühe: um sechs Uhr starten Harry
Paduch und seine Mitarbeiter , zwei Saisonkräfte aus Polen , ihren Gang
durch die Gewächshäuser. Insgesamt sechs Kilometer sind sie gelaufen ,
wenn sie alle Rosen geschnitten haben . Harry Paduchs Eltern Paula und
Eduard Paduch sortieren die frisch geschnittenen Rosen derweil nach Farbe
und Länge und binden sie zu 20er Bündel.
Um acht Uhr startet Harry Paduch seine Tour zu den Blumengeschäften der
Region in einem Umkreis von 60 Kilometern. „ Die frische Eigenproduktion
ist unser größter Vorteil gegen -über der harten Konkurrenz aus dem
Ausland „ sagt Paduch. „ Doch die große Hitze diesen Sommer hat die ganze
Blumenbranche in eine Krise getrieben“. Sein Betrieb , denn er 1999 von
seinen Eltern übernommen hat , steht aber gut da weil die ganze Familie
mit anpacke. Auch die zwei Töchter helfen schon mit.
Die Zahl der pro Tag produzierten Rosen schwankt stark von tausend bis
zehntausend an Saisonhöhepunkten wie dem Muttertag. „ Aber das reicht an
Muttertag immer noch nicht , da herrscht Weltweit Knappheit an
Schnittblumen.
Vor 33 Jahren gründete Vater Eduard Paduch den Aussiedlerbetrieb mit 4500
Rosen. „ das war damals Teil des Grünen Plans , der Nachkriegsmaßnahme zur
Ansiedlung von Gärtnereien , die im Notfall die Selbstversorgung der
Menschen an Gemüse sicherstellen sollten“ , erklärt Harry Paduch. Einige
der heute 50 000 Rosenpflanzen in den Gewächshäusern stammen noch aus der
Anfangszeit. Weiter 80 000 Freilandrosen stehen jedes Jahr auf den
angrenzenden Feldern. Die Saison dauert von März bis Ende November.
Im Winter haben die Paduchs ihr Geschäft für drei Monate geschlossen.
Freizeit pur bedeutet diese Zeit jedoch nicht: Die Rosensträucher müssen
zurückgeschnitten und Reparaturen an den Gewächshäusern durchgeführt
werden . Ab Januar heizt Paduch seine Rosen dann mit der Wärme aus dem
betriebseigenen modernen Blockheizkraftwerk an , um sie für die Blumen –produktion
„zu starten“. |
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Gold für
Carmen,
Natascha und Co.
Quelle:
Wetterauer Zeitung
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Rosen-Paduch:
Erfolg bei Bundesgartenschau - Drei Gold- und drei Bronze-Medaillen gewonnen
Rosbach
v. d. H. (mm). Sie heißen Mercedes, Natascha und Carmen, und was
ihre feurigen Namen versprechen, halten sie auch: Sie sind so schön
und duften derart zart, dass einem die Sinne schwinden. Doch das Beste
an ihnen ist: Jeder kann Mercedes, Natascha und Carmen besitzen, wenn
er will. Denn mit ihnen und ihren filigranen Kolleginnen namens Champagner
und First Red hat die Gärtnerei Rosen-Paduch während der Bundesgartenschau
(Buga) in Potsdam drei Goldmedaillen errungen. "Das beste Ergebnis,
das wir je hatten", freut sich Harry Paduch, Chef des Hauses, über
die Preise, zu denen sich im verlauf der Buga drei weitere Medaillen aus
Bronze gesellten. Anlässlich der Buga-HalIenschau "Blumengrüße
aus Hessen" präsentierte der Rosbacher Züchter mit einigen
Kollegen des hessischen Gärtnereiverbandes einen blumigen Gruß
an die Brandenburger. Mehr als 5000 Rosen aus dem Gewächshaus und
dem Freiland wurden in der großen Orangerie zu "Schwimmenden
Gärten" arrangiert. Die ausgesuchten Schönheiten reichten
von großblumigen roten und pastellgelben Rosen über mehrblütigen
Zwerg- bis zu stacheligen Freilandrosen. Paduch: "Eine ganz besondere
Pracht bildeten die Antiken und Englischen Rosen mit ihren schweren Köpfen
und dem romantischen Aussehen. Unsere schönsten Rosen übrigens
tragen die Namen meiner Töchter Natascha und Carmen."
Das Zusammenspiel,
der verschiedenen Rosentypen ergab in -Potsdam eine Komposition, die der
Buga-Pressetext natürlich blumig umschreibt: "Durch einen Traum
vom sonnigen Süden, dargestellt durch Pflanzen im Kübel wie
Bougainvillea und Orangenbäumchen, erreicht man den Rosensee. Auf
der Wasserfläche schwimmen die herrlichen Rosen in großen Blütenschalen.
Weitere Rosen säumen den Weg und das Ufer und erzeugen eine Ahnung
vom Paradies." Bewertet wurden von den Buga-Experten die Qualität,
Frische und Gesundheit der Rosensorten. Auch das gewählte Farbensortiment
in puncto Haus- und Freilandrosen hielt Einzug in die Beurteilung. Und
schließlich galt der Haltbarkeit der Blumen besonderes Augenmerk
Harry Paduch und sein Team, zu dem Seniorchef Eduard Paduch und Seniorchefin
Paula Paduch gehören, sind auf ihrem 2,5 Hektar großen Areal
zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim (direkt an der Landesstraße
3352) derzeit mitten im Saisonstress. Zwischen März und November
werden die Rosen verkauft -muss das Geld fürs ganze Jahr verdient
werden. 40 Rosensorten sind es heuer, die im Freiland und im Schutz von
zehn gläsernen Gewächshäusern gedeihen. "7000 Quadratmeter
des Geländes sind unter Glas", sagt der Seniorchef, der den
Betrieb vor Jahrzehnten gemeinsam mit seiner Frau aufgebaut hat. Seit
vier Jahren ist Sohn Harry federführend im Geschäft tätig.
"An meiner Arbeit hat sich deshalb nichts geändert" sagt
er mit einem Lächeln und zieht los, ein paar Dutzend Rosen schneiden.
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Harry Paduch mit sechs
Medaillen ausgezeichnet
Quelle:
Frankfurter Rundschau |
Gärtnermeister
Harry Paduch hatte 5000 Rosen aus seinen Gewächshäusern und
seinem Freiland nach Potsdam zur Bundesgartenschau geschickt. Das war
vor knapp zwei Wochen. Jetzt bekam er drei goldene und drei bronzene Medaillen
aus Brandenburg zurück und ist stolz: Er war als einziger Rosenzüchter
aus dem Rhein-Main-Gebiet auf dieser noch geöffneten prachtvollen
Gartenschau vertreten. Insgesamt beteiligen sich 20 hessische Gartenbetriebe
mit ihren Kostbarkeiten an dieser Ausstellung, darunter drei hessische
Betriebe, die nur Rosen züchten. Die ausgesuchten Schönheiten
aus der Wetterau waren zehn Tage in der Orangerie als "schwimmender
Garten" drapiert worden. Es handelte sich dabei um großblumige
rote, duftende gelbe und mehrblütige Zwergrosen. Die fachkundige
Jury bewertete die Qualität, Frische und Gesundheit der Rosen aus
Ros(en)bach, bevor sie das schmeichelhafte Werturteil abgab. Harry Paduch
führt einen reinen Familienbetrieb. Erbaut auf 5000 Quadratmeter
unter Glas und 10000 Quadratmeter unter freiem Himmel durchschnittlich
150000 Rosen an.
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