Bundesgartenschau 2001 Potsdam:
 

Quelle: Frankfurter Rundschau

 

Nach der Saison heißt es Tausende Stöcke schneiden.

 In der Hochsaison ist Harry Paduchs Arbeitsplatz von betörendem Duft geschwängert . Auch optisch ist der Gang durch die Gewächshäuser des Familienbetriebes Rosen – Paduch dann ein Erlebnis: Rosen in fast allen Farben , wohin das Auge reicht .
Sein Arbeitstag beginnt in aller Herrgottsfrühe: um sechs Uhr starten Harry Paduch und seine Mitarbeiter , zwei Saisonkräfte aus Polen , ihren Gang durch die Gewächshäuser. Insgesamt sechs Kilometer sind sie gelaufen , wenn sie alle Rosen geschnitten haben . Harry Paduchs Eltern Paula und Eduard Paduch sortieren die frisch geschnittenen Rosen derweil nach Farbe und Länge und binden sie zu 20er Bündel.
Um acht Uhr startet Harry Paduch seine Tour zu den Blumengeschäften der Region in einem Umkreis von 60 Kilometern. „ Die frische Eigenproduktion ist unser größter Vorteil gegen -über der harten Konkurrenz aus dem Ausland „ sagt Paduch. „ Doch die große Hitze diesen Sommer hat die ganze Blumenbranche in eine Krise getrieben“. Sein Betrieb , denn er 1999 von seinen Eltern übernommen hat , steht aber gut da weil die ganze Familie mit anpacke. Auch die zwei Töchter helfen schon mit.
Die Zahl der pro Tag produzierten Rosen schwankt stark von tausend bis zehntausend an Saisonhöhepunkten wie dem Muttertag. „ Aber das reicht an Muttertag immer noch nicht , da herrscht Weltweit Knappheit an Schnittblumen.
Vor 33 Jahren gründete Vater Eduard Paduch den Aussiedlerbetrieb mit 4500 Rosen. „ das war damals Teil des Grünen Plans , der Nachkriegsmaßnahme zur Ansiedlung von Gärtnereien , die im Notfall die Selbstversorgung der Menschen an Gemüse sicherstellen sollten“ , erklärt Harry Paduch. Einige der  heute 50 000 Rosenpflanzen in den Gewächshäusern stammen noch aus der Anfangszeit. Weiter 80 000 Freilandrosen stehen jedes Jahr auf den angrenzenden Feldern. Die Saison dauert von März bis Ende November.
Im Winter haben die Paduchs ihr Geschäft für drei Monate geschlossen.  Freizeit pur bedeutet diese Zeit jedoch nicht: Die Rosensträucher müssen zurückgeschnitten und Reparaturen an den Gewächshäusern durchgeführt werden . Ab Januar heizt Paduch seine Rosen dann mit der Wärme aus dem betriebseigenen modernen Blockheizkraftwerk an , um sie für die Blumen –produktion „zu starten“.

Gold für Carmen,
Natascha und Co.
Quelle: Wetterauer Zeitung

Rosen-Paduch: Erfolg bei Bundesgartenschau - Drei Gold- und drei Bronze-Medaillen gewonnen

Rosbach v. d. H. (mm). Sie heißen Mercedes, Natascha und Carmen, und was ihre feurigen Namen versprechen, halten sie auch: Sie sind so schön und duften derart zart, dass einem die Sinne schwinden. Doch das Beste an ihnen ist: Jeder kann Mercedes, Natascha und Carmen besitzen, wenn er will. Denn mit ihnen und ihren filigranen Kolleginnen namens Champagner und First Red hat die Gärtnerei Rosen-Paduch während der Bundesgartenschau (Buga) in Potsdam drei Goldmedaillen errungen. "Das beste Ergebnis, das wir je hatten", freut sich Harry Paduch, Chef des Hauses, über die Preise, zu denen sich im verlauf der Buga drei weitere Medaillen aus Bronze gesellten. Anlässlich der Buga-HalIenschau "Blumengrüße aus Hessen" präsentierte der Rosbacher Züchter mit einigen Kollegen des hessischen Gärtnereiverbandes einen blumigen Gruß an die Brandenburger. Mehr als 5000 Rosen aus dem Gewächshaus und dem Freiland wurden in der großen Orangerie zu "Schwimmenden Gärten" arrangiert. Die ausgesuchten Schönheiten reichten von großblumigen roten und pastellgelben Rosen über mehrblütigen Zwerg- bis zu stacheligen Freilandrosen. Paduch: "Eine ganz besondere Pracht bildeten die Antiken und Englischen Rosen mit ihren schweren Köpfen und dem romantischen Aussehen. Unsere schönsten Rosen übrigens tragen die Namen meiner Töchter Natascha und Carmen." Das Zusammenspiel, der verschiedenen Rosentypen ergab in -Potsdam eine Komposition, die der Buga-Pressetext natürlich blumig umschreibt: "Durch einen Traum vom sonnigen Süden, dargestellt durch Pflanzen im Kübel wie Bougainvillea und Orangenbäumchen, erreicht man den Rosensee. Auf der Wasserfläche schwimmen die herrlichen Rosen in großen Blütenschalen. Weitere Rosen säumen den Weg und das Ufer und erzeugen eine Ahnung vom Paradies." Bewertet wurden von den Buga-Experten die Qualität, Frische und Gesundheit der Rosensorten. Auch das gewählte Farbensortiment in puncto Haus- und Freilandrosen hielt Einzug in die Beurteilung. Und schließlich galt der Haltbarkeit der Blumen besonderes Augenmerk Harry Paduch und sein Team, zu dem Seniorchef Eduard Paduch und Seniorchefin Paula Paduch gehören, sind auf ihrem 2,5 Hektar großen Areal zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim (direkt an der Landesstraße 3352) derzeit mitten im Saisonstress. Zwischen März und November werden die Rosen verkauft -muss das Geld fürs ganze Jahr verdient werden. 40 Rosensorten sind es heuer, die im Freiland und im Schutz von zehn gläsernen Gewächshäusern gedeihen. "7000 Quadratmeter des Geländes sind unter Glas", sagt der Seniorchef, der den Betrieb vor Jahrzehnten gemeinsam mit seiner Frau aufgebaut hat. Seit vier Jahren ist Sohn Harry federführend im Geschäft tätig. "An meiner Arbeit hat sich deshalb nichts geändert" sagt er mit einem Lächeln und zieht los, ein paar Dutzend Rosen schneiden.

Harry Paduch mit sechs
Medaillen ausgezeichnet
Quelle: Frankfurter Rundschau

Gärtnermeister Harry Paduch hatte 5000 Rosen aus seinen Gewächshäusern und seinem Freiland nach Potsdam zur Bundesgartenschau geschickt. Das war vor knapp zwei Wochen. Jetzt bekam er drei goldene und drei bronzene Medaillen aus Brandenburg zurück und ist stolz: Er war als einziger Rosenzüchter aus dem Rhein-Main-Gebiet auf dieser noch geöffneten prachtvollen Gartenschau vertreten. Insgesamt beteiligen sich 20 hessische Gartenbetriebe mit ihren Kostbarkeiten an dieser Ausstellung, darunter drei hessische Betriebe, die nur Rosen züchten. Die ausgesuchten Schönheiten aus der Wetterau waren zehn Tage in der Orangerie als "schwimmender Garten" drapiert worden. Es handelte sich dabei um großblumige rote, duftende gelbe und mehrblütige Zwergrosen. Die fachkundige Jury bewertete die Qualität, Frische und Gesundheit der Rosen aus Ros(en)bach, bevor sie das schmeichelhafte Werturteil abgab. Harry Paduch führt einen reinen Familienbetrieb. Erbaut auf 5000 Quadratmeter unter Glas und 10000 Quadratmeter unter freiem Himmel durchschnittlich 150000 Rosen an.


© 2000-2001 Rosen-Paduch, Bei der Harbmühle 3, 61191 Rosbach v.d. Höhe, Tel.: (06003) 411, Fax: (06003) 35 56
Impressum
info@rosen-paduch.de